Antworten auf Fragen der Kategorie Physik

Auswirkungen von Wärmebrücken

Welche Effekte haben Wärmebrücken?

Wärmebrücken haben zwei Auswirkungen:

  1. Sie vergrössern den Energiebedarf
    Der zusätzliche Energiebedarf wird bei der Berechnung des gesamten Transmissionsenergieverlustes mit Psi-Werten berücksichtigt.
  2. Sie senken die Oberflächentemperatur
    Als Folge der verminderten Oberflächentemperaturen kann Schimmelpilz oder sogar Kondenswasser entstehen.
    Die Beurteilung einer Schimmelpilz- oder Kondenswassergefährdung basiert auf fRSi-Werten.

Lambda-Wert

Was sagt der Lambda-Wert aus?

Der Lambda-Wert (λ) gibt die Wärmeleitfähigkeit eines Baustoffes an. Er ist im Allgemeinen im Baubereich eine temperaturunabhängige Materialkonstante (Einheit W/m∙K).

Je höher die Wärmeleitfähigkeit ist, desto grösser ist die Wärmeübertragung pro Zeiteinheit.

Der Lambda-Wert ist beispielsweise eine Kenngrösse bei Dämmstoffen.

Psi-Wert

Was bedeutet der Psi-Wert?

Der Psi-Wert ist eine Korrekturgrösse bei der Berechnung des Transmissionsverlustes von Gebäudehüllen. Der Psi-Wert quantifiziert den zusätzlichen Energieverlust pro Grad Celsius und Laufmeter, der bei einer vereinfachten Betrachtungsweise des Energieverlustes mit U-Werten und Flächen nicht berücksichtigt wurde.

Wie der Psi-Wert berechnet werden soll, hängt von der Berechnungsart der vereinfachten Betrachtungsweise ab. Die vereinfachten Betrachtungsweisen sind in internationalen und nationalen Vorschriften zur Berechnung des Transmissionsverlustes festgelegt. Dieselbe Konstruktion kann also je nach nationalen Vorschriften verschiedene Psi-Werte aufweisen!

Äquivalenter U-Wert

Was bedeutet äquivalenter U-Wert?

Der äquivalente U-Wert ist ein Wärmedurchgangskoeffizient, der bereits periodisch auftretende Wärmebrücken (z.B. Holz-Ständer bei einer Wandkonstruktion oder Dachkonstruktion mit Sparren) berücksichtigt.

U-Wert

Was sagt der U-Wert aus?

Der U-Wert (Wärmedurchgangskoeffizient) gibt die Energiemenge pro Zeiteinheit an, die durch einen homogenen oder inhomogenen Körper mit einer Fläche von 1 Quadratmeter fliesst, wenn sich die beidseits anschliessenden Lufttemperaturen um 1 Kelvin unterscheiden. Die Einheit ist Watt pro Quadratmeter-Kelvin (W/(m2 K)).

Grundregel: je tiefer der U-Wert, desto besser ist die Wärmedämmeigenschaft des Bauteils und somit geringer der anfallende Wärmeverlust.